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ADAC Reisemagazin, Frankreich, Die Atlantikk?  
Neu ab 5.90 €
7 Gebraucht ab 0.84 €

Publisher Adac Kartografie
Publication Date 1998
Broschiert - 195 Pages
ISBN 3870038187

Beschreibung
An der französischen Atlantikküste sind die größten und schwersten Esel der Welt zu Hause. Doch außer mit dem Poitou-Esel, der 400 Kilo auf die Waage bringt, glänzt die Region mit weiteren Höchstleistungen. Die teuersten Weine der Welt kommen aus Bordeaux. Die größte Austernbank liegt in Marennes zwischen den Flüssen Seudre und Charente. Die älteste Höhlenmalerei ziert die Lascaux-Höhlen. Und die höchste Wanderdüne Europas liegt bei Pyla-sur-Mer am Ausgang des Bassin d’Arcachon. Aber Frankreichs Atlantikküste - das sind nicht nur Rekorde. Dass diese Küste zwischen Nantes und Biarritz erheblich mehr zu bieten hat, zeigen die Reportagen und Farbfotos des ADAC reisemagazins. La Rochelle mit seinen vorgelagerten Inseln zum Beispiel, das Baskenland und das Bordelais, die Gegend um Bordeaux. Eine Entdeckung wert sind natürlich auch die Hafenstadt Nantes an der Loire und Biarritz als neues Zentrum der Thalasso-Therapie. Das ADAC reisemagazin Französiche Atlantikküste folgt auch den Spuren berühmter Persönlichkeiten der Region: Der verschlafene Badeort St-Marc-sur-Mer erinnert an den Filmregisseur Jacques Tati und seinen bekannten Film "Die Ferien des Monsieur Hulot". Der ehemalige deutsche Fußballprofi Gernot Rohr lebt jetzt bei Arcachon und verrät, wie man mit etwas Glück beim Verzehr einer Auster eine Perle findet. Der französische Radiomoderator und Weinkenner Jean-Pierre Xiradakis nimmt den Leser mit auf einen Spaziergang durch die Weinberge bei Quinsac
Amazon Reviews
amazon.de:
Auszug aus der Reportage "Die Ferien oder: Monsieur Hulot ist überall" von Dagmar Metzger:
Wäre André Joubert kein so unverschämt gutaussehender Mann, wäre er ein Star geworden. Dann würde der 86jährige heute nicht in einem unbedeutenden bretonischen Dorf namens St-Marc-sur-Mer auf seiner abgewetzten Couch sitzen, sondern in Hollywood leben oder wenigstens in Paris. Er könnte vielleicht von durchzechten Nächten mit Frank Sinatra erzählen oder sogar von der einen oder anderen Affäre mit einer inzwischen in die Jahre gekommenen Diva. Womöglich hätte er sogar eine eigene Schallplatte im Schrank mit sentimentalen Chansons. Brigitte Bardot hat ja auch gesungen. Verpaßt. Der Alte zwinkert verlegen mit seinen immer noch glänzenden, muranoglasblauen Augen, wenn er von der Enttäuschung erzählt, die er seinem verstorbenen Freund Jacques Tati heute noch übelnimmt. Seine Niederlage hat er nicht vergessen, obwohl sie jetzt schon ein halbes Jahrhundert her ist.
"Tati wollte mich nicht", seufzt André Joubert, und ein trauriges Zittern geht durch seinen schmächtigen Körper, wenn er sich an den Tag erinnert, an dem der Regisseur seine Träume mit ein paar knappen Sätzen zunichte machte. "Ich hatte extra meinen besten Anzug aus dem Schrank geholt, um mich für seinen Film ,Die Ferien des Monsieur Hulot’ zu bewerben. Alle im Dorf waren überzeugt, daß ich eine Rolle kriegen würde. Aber er hat mich gerade mal drei Sekunden angeschaut."
"Nein", rief Tati mit abschätzigem Blick auf den attraktiven Dorflehrer. "Absurd! Du kannst nicht mitspielen. Du bist diesem amerikanischen Schönling Cary Grant wie aus dem Gesicht geschnitten. Ich aber will Durchschnitt, verstehst du? Ich will die mittelmäßigsten Typen, die hier herumlaufen."
Très ordinaire sollte alles sein in dem Plot, der Tati im Kopf herumging - durchschnittliche Gesichter und ein durchschnittlicher Drehort, gewöhnlich, unspektakulär, anspruchslos. Auf der Suche danach war der Filmemacher 1951 monatelang an der französischen Atlantikküste entlanggereist. Bis er nach St-Marc kam, einem verschlafenen Badeort, in den sich Touristen nur zufällig verirrten. Er fand ihn ideal für seine Parodie auf die jährliche Sommerfrische der Pariser, die mit derselben Verbissenheit Urlaub machten, mit der sie ihren Nachkriegsalltag organisierten.
"Die Ferien des Monsieur Hulot" zeigen in einer fast dokumentarisch anmutenden Weise die hektische Jagd der Urlauber nach möglichst vielen, meist anspruchslosen Vergnügungen in den "wertvollsten Wochen des Jahres". Bei genauerem Hinsehen ist das ersehnte Ferienleben freilich ausgesprochen profan. Es dreht sich hauptsächlich um Essen, Trinken, Badestrand, Sportvergnügungen und harmlose Flirts in der Hotelhalle. Auch die Hauptfigur, Monsieur Hulot, von Tati selbst gespielt, ist wie alle anderen ständig auf der Suche nach diesen kleinen Abwechslungen, die angeblich die Ferien versüßen. Aber ob er bei seiner Ankunft im Hotel nur die Eingangstür offenläßt und ein heftiger Durchzug den gesamten Speisesaal durcheinanderbringt, einem vermeintlichen Spanner in den Allerwertesten tritt oder versehentlich eine Hütte mit Feuerwerkskörpern ansteckt - er tapst ungeschickt, zerstreut, liebenswert und umwerfend komisch durch den Film.

Der Streifen kam 1953 in die Pariser Kinos - zu der Zeit, als ein Generalstreik vielen Franzosen den traditionellen Jahresurlaub im August unmöglich machte. Die Kritikerin des "New Yorker" schrieb daraufhin, daß Tati den Parisern ihre Art, Ferien zu machen, in einer Weise vor Augen geführt habe, daß sie sich glücklich schätzen durften, sie versäumt zu haben. Tatsächlich ist "Die Ferien des Monsieur Hulot" der Klassiker des Urlaubsfilms - überzeichnet zwar, aber voller kleiner Wahrheiten über die ganz normalen Absurditäten des Ausnahmezustands "Urlaub".
Für die Akteure und Szenen, die er darstellen wollte, brauchte Jacques Tati eine möglichst gesichtslose Bühne. Die Kulisse St-Marc war karg und damit optimal für seine Pläne: ein paar bescheidene Häuser, ein zweitklassiges Hotel direkt am Strand, davor der Atlantik mit seinen brachialen Wellen und ein permanent böiger Wind, der allein schon für Wirbel sorgt.

Würde Jacques Tati heute, ein halbes Jahrhundert später, noch einmal einen solchen Ort suchen, er würde wieder St-Marc wählen. Unverändert die Küste mit den knubbeligen Felsen, von denen aus man einen Weitwinkelblick auf das stets unruhige Meer und auf die Streifenwolken am königsblauen Himmel hat. Unverändert auch die Freuden und Leiden des Strandlebens. Die Nachfahren der Hulotschen Feriengemeinde plagen sich immer noch im aussichtslosen Kampf mit der vom Winde verwehten Tageszeitung und dem störrischen Sonnenschirm. Fetzen von zornigem Kindergebrüll wegen verlorener Plastikschäufelchen und plötzlich erschlaffender Gummitiere wehen vom Wasser herüber. Von Sonnencreme glänzende Strandnachbarinnen führen belanglose Gespräche über Bademoden und Abendessen. Und immer wieder Aufregung um den lästigen Sand in Augen, Ohren und sonstigen Körpernischen.
Nur die hölzernen Umkleidekabinen und die gestreiften Badezelte fehlen. Im Hotel liefert auch nicht mehr Radio AFN, sondern der Fernsehsender CNN in englischer Sprache die neuesten Informationen über die weltweiten Aktienkurse.
Freilich, die Straßen sind besser gepflastert, und zum Strand hin gibt es jetzt eine betonierte Promenade. Auch sind viele alte Häuser inzwischen abgerissen oder in moderne Appartement-Blocks verwandelt worden.
Doch die Sommerurlauber-Karawane läßt das Dorf noch immer links liegen. St-Marc verschläft den Massentourismus ein paar Kilometer südlich der Route zwischen dem Städtchen St-Nazaire und dem geschäftigen Badeort Pornichet. Auf der Ferienkarte der "Côte d’Amour" ist St-Marc noch nicht einmal eingezeichnet. Und seine Bewohner machen sich nicht weiter bemerkbar, wenn es darum geht, den Fremdenverkehr anzukurbeln. Mit stoischem Desinteresse tun sie seit Jahrzehnten rein gar nichts, um ins Geschäft zu kommen.
Im kleinen Büro des Rathauses kümmert sich Geneviève Alliot selbst während der Hauptsaison nur stundenweise um die wenigen Feriengäste, die sich über mögliche Attraktionen St-Marcs informieren wollen. Ja, man könne Tennis spielen, gibt sie zögerlich Auskunft, ganz verwundert über die Frage nach Abwechslung von Sonne, Strand und Wasser. Ein Kino gebe es noch, überlegt sie weiter, da habe sie aber das Programm gerade nicht zur Hand. Dann empfiehlt sie, die Küste ein Stück weiter zu fahren: In Pornichet beispielsweise gebe es hübsche Boutiquen, einen Yachthafen und auch die besseren Restaurants - etwa eine besonders empfehlenswerte Tapas-Bar. ...

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An der französischen Atlantikküste sind die größten und schwersten Esel der Welt zu Hause. Doch außer mit dem Poitou-Esel, der 400 Kilo auf die Waage bringt, glänzt die Region mit weiteren Höchstleistungen. Die teuersten Weine der Welt kommen aus Bordeaux. Die größte Austernbank liegt in Marennes zwischen den Flüssen Seudre und Charente. Die älteste Höhlenmalerei ziert die Lascaux-Höhlen. Und die höchste Wanderdüne Europas liegt bei Pyla-sur-Mer am Ausgang des Bassin d’Arcachon. Aber Frankreichs Atlantikküste - das sind nicht nur Rekorde. Dass diese Küste zwischen Nantes und Biarritz erheblich mehr zu bieten hat, zeigen die Reportagen und Farbfotos des ADAC reisemagazins. La Rochelle mit seinen vorgelagerten Inseln zum Beispiel, das Baskenland und das Bordelais, die Gegend um Bordeaux. Eine Entdeckung wert sind natürlich auch die Hafenstadt Nantes an der Loire und Biarritz als neues Zentrum der Thalasso-Therapie. Das ADAC reisemagazin Französiche Atlantikküste folgt auch den Spuren berühmter Persönlichkeiten der Region: Der verschlafene Badeort St-Marc-sur-Mer erinnert an den Filmregisseur Jacques Tati und seinen bekannten Film "Die Ferien des Monsieur Hulot". Der ehemalige deutsche Fußballprofi Gernot Rohr lebt jetzt bei Arcachon und verrät, wie man mit etwas Glück beim Verzehr einer Auster eine Perle findet. Der französische Radiomoderator und Weinkenner Jean-Pierre Xiradakis nimmt den Leser mit auf einen Spaziergang durch die Weinberge bei Quinsac.
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Reisen mit Lust und Laune. Das ADAC reisemagazin erscheint alle zwei Monate. In jeder Ausgabe wird ein Land oder auch eine Region mit aufregenden und ungewöhnlichen Reisezielen vorgestellt. Für das ADAC reisemagazin arbeiten die besten Reporter und Fotografen der Welt. Durchschnittlich sind mehr als 20 Journalisten für ein Heft unterwegs - allesamt Spezialisten und Kenner der Region.

Jede Geschichte, jede der etwa 300 Adressen wird exklusiv vor Ort recherchiert. Mit 12 bis 14 Reportagen, vielen kurzen Geschichten und ausführlichen Infoteilen sind die ADAC reisemagazine nicht nur spannende Lektüre für alle, die vom Reisen träumen möchten, sondern auch Ratgeber und Anleitung für einen gelungenen Urlaub. In jeder Ausgabe finden Sie auch zahlreiche Karten und viele nützliche Hinweise zu Restaurants, Hotels, Sport- und Freizeitvergnügen.

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Auszug aus der Reportage "Die Ferien oder_ Monsieur Hulot ist überall" von Dagmar Metzger_
Wäre André Joubert kein so unverschämt gutaussehender Mann, wäre er ein Star geworden. Dann würde der 86jährige heute nicht in einem unbedeutenden bretonischen Dorf namens St-Marc-sur-Mer auf seiner abgewetzten Couch sitzen, sondern in Hollywood leben oder wenigstens in Paris. Er könnte vielleicht von durchzechten Nächten mit Frank Sinatra erzählen oder sogar von der einen oder anderen Affäre mit einer inzwischen in die Jahre gekommenen Diva. Womöglich hätte er sogar eine eigene Schallplatte im Schrank mit sentimentalen Chansons. Brigitte Bardot hat ja auch gesungen. Verpaßt. Der Alte zwinkert verlegen mit seinen immer noch glänzenden, muranoglasblauen Augen, wenn er von der Enttäuschung erzählt, die er seinem verstorbenen Freund Jacques Tati heute noch übelnimmt. Seine Niederlage hat er nicht vergessen, obwohl sie jetzt schon ein halbes Jahrhundert her ist.
"Tati wollte mich nicht", seufzt André Joubert, und ein trauriges Zittern geht durch seinen schmächtigen Körper, wenn er sich an den Tag erinnert, an dem der Regisseur seine Träume mit ein paar knappen Sätzen zunichte machte. "Ich hatte extra meinen besten Anzug aus dem Schrank geholt, um mich für seinen Film ,Die Ferien des Monsieur Hulot’ zu bewerben. Alle im Dorf waren überzeugt, daß ich eine Rolle kriegen würde. Aber er hat mich gerade mal drei Sekunden angeschaut."
"Nein", rief Tati mit abschätzigem Blick auf den attraktiven Dorflehrer. "Absurd! Du kannst nicht mitspielen. Du bist diesem amerikanischen Schönling Cary Grant wie aus dem Gesicht geschnitten. Ich aber will Durchschnitt, verstehst du? Ich will die mittelmäßigsten Typen, die hier herumlaufen."
Très ordinaire sollte alles sein in dem Plot, der Tati im Kopf herumging - durchschnittliche Gesichter und ein durchschnittlicher Drehort, gewöhnlich, unspektakulär, anspruchslos. Auf der Suche danach war der Filmemacher 1951 monatelang an der französischen Atlantikküste entlanggereist. Bis er nach St-Marc kam, einem verschlafenen Badeort, in den sich Touristen nur zufällig verirrten. Er fand ihn ideal für seine Parodie auf die jährliche Sommerfrische der Pariser, die mit derselben Verbissenheit Urlaub machten, mit der sie ihren Nachkriegsalltag organisierten.
"Die Ferien des Monsieur Hulot" zeigen in einer fast dokumentarisch anmutenden Weise die hektische Jagd der Urlauber nach möglichst vielen, meist anspruchslosen Vergnügungen in den "wertvollsten Wochen des Jahres". Bei genauerem Hinsehen ist das ersehnte Ferienleben freilich ausgesprochen profan. Es dreht sich hauptsächlich um Essen, Trinken, Badestrand, Sportvergnügungen und harmlose Flirts in der Hotelhalle. Auch die Hauptfigur, Monsieur Hulot, von Tati selbst gespielt, ist wie alle anderen ständig auf der Suche nach diesen kleinen Abwechslungen, die angeblich die Ferien versüßen. Aber ob er bei seiner Ankunft im Hotel nur die Eingangstür offenläßt und ein heftiger Durchzug den gesamten Speisesaal durcheinanderbringt, einem vermeintlichen Spanner in den Allerwertesten tritt oder versehentlich eine Hütte mit Feuerwerkskörpern ansteckt - er tapst ungeschickt, zerstreut, liebenswert und umwerfend komisch durch den Film.

Der Streifen kam 1953 in die Pariser Kinos - zu der Zeit, als ein Generalstreik vielen Franzosen den traditionellen Jahresurlaub im August unmöglich machte. Die Kritikerin des "New Yorker" schrieb daraufhin, daß Tati den Parisern ihre Art, Ferien zu machen, in einer Weise vor Augen geführt habe, daß sie sich glücklich schätzen durften, sie versäumt zu haben. Tatsächlich ist "Die Ferien des Monsieur Hulot" der Klassiker des Urlaubsfilms - überzeichnet zwar, aber voller kleiner Wahrheiten über die ganz normalen Absurditäten des Ausnahmezustands "Urlaub".
Für die Akteure und Szenen, die er darstellen wollte, brauchte Jacques Tati eine möglichst gesichtslose Bühne. Die Kulisse St-Marc war karg und damit optimal für seine Pläne: ein paar bescheidene Häuser, ein zweitklassiges Hotel direkt am Strand, davor der Atlantik mit seinen brachialen Wellen und ein permanent böiger Wind, der allein schon für Wirbel sorgt.

Würde Jacques Tati heute, ein halbes Jahrhundert später, noch einmal einen solchen Ort suchen, er würde wieder St-Marc wählen. Unverändert die Küste mit den knubbeligen Felsen, von denen aus man einen Weitwinkelblick auf das stets unruhige Meer und auf die Streifenwolken am königsblauen Himmel hat. Unverändert auch die Freuden und Leiden des Strandlebens. Die Nachfahren der Hulotschen Feriengemeinde plagen sich immer noch im aussichtslosen Kampf mit der vom Winde verwehten Tageszeitung und dem störrischen Sonnenschirm. Fetzen von zornigem Kindergebrüll wegen verlorener Plastikschäufelchen und plötzlich erschlaffender Gummitiere wehen vom Wasser herüber. Von Sonnencreme glänzende Strandnachbarinnen führen belanglose Gespräche über Bademoden und Abendessen. Und immer wieder Aufregung um den lästigen Sand in Augen, Ohren und sonstigen Körpernischen.
Nur die hölzernen Umkleidekabinen und die gestreiften Badezelte fehlen. Im Hotel liefert auch nicht mehr Radio AFN, sondern der Fernsehsender CNN in englischer Sprache die neuesten Informationen über die weltweiten Aktienkurse.
Freilich, die Straßen sind besser gepflastert, und zum Strand hin gibt es jetzt eine betonierte Promenade. Auch sind viele alte Häuser inzwischen abgerissen oder in moderne Appartement-Blocks verwandelt worden.
Doch die Sommerurlauber-Karawane läßt das Dorf noch immer links liegen. St-Marc verschläft den Massentourismus ein paar Kilometer südlich der Route zwischen dem Städtchen St-Nazaire und dem geschäftigen Badeort Pornichet. Auf der Ferienkarte der "Côte d’Amour" ist St-Marc noch nicht einmal eingezeichnet. Und seine Bewohner machen sich nicht weiter bemerkbar, wenn es darum geht, den Fremdenverkehr anzukurbeln. Mit stoischem Desinteresse tun sie seit Jahrzehnten rein gar nichts, um ins Geschäft zu kommen.
Im kleinen Büro des Rathauses kümmert sich Geneviève Alliot selbst während der Hauptsaison nur stundenweise um die wenigen Feriengäste, die sich über mögliche Attraktionen St-Marcs informieren wollen. Ja, man könne Tennis spielen, gibt sie zögerlich Auskunft, ganz verwundert über die Frage nach Abwechslung von Sonne, Strand und Wasser. Ein Kino gebe es noch, überlegt sie weiter, da habe sie aber das Programm gerade nicht zur Hand. Dann empfiehlt sie, die Küste ein Stück weiter zu fahren: In Pornichet beispielsweise gebe es hübsche Boutiquen, einen Yachthafen und auch die besseren Restaurants - etwa eine besonders empfehlenswerte Tapas-Bar. ...

[ Kommentar hinzufügen ]Amazon Customer Comments
Anschaulich zu lesen, schöne BilderRating: 4
14 Jan 2004 @ amazon.de
Obwohl wir unseren Urlaub nun doch nicht, wie ursprünglich geplant, an der französischen Atlantikküste verbracht haben, habe ich diese Ausgabe mit Interesse und Wohlgefallen betrachtet und gelesen. (Meine Lust, an den Atlanik zu fahren, wurde durch diese Lektüre tatsächlich noch verstärkt.) Zu empfehlen!
Macht Lust auf Urlaub!Rating: 4
21 Jul 1999 @ amazon.de
Dieses ADAC Reisemagazin enthält Tips und Tourenvorschläge für Frankreichs Südwesten. Es konzentriert sich auf die Gegenden um Bordeaux und Biarritz, auf das Baskenland und die Gironde. Die reportageartigen Berichte verlocken unweigerlich dazu, dieselben Stellen aufzusuchen und auf dieselben Erlebnisse zu hoffen. So wird unter anderem von Europas größter Wanderdüne, der Pilat, und vom "Gold des Südwestens", den berühmten französischen Weinen, berichtet. Ansprechende, hochqualitative Fotos untermalen die Atmosphäre, die in den kurzweiligen Texten geschaffen wird. Ausführliche Darstellungen zu Anfahrt, Unterkunft und Verpflegung sind leser- und urlauberfreundlich aufbereitet. Trotz der Rubrik "Gut & Günstig", die sich an Reisewillige mit weniger prall gefüllten Geldbeuteln richtet, überwiegen doch die kostenintensiveren Geheimtips für einen erlebnisreichen und erholsamen Urlaub. Wichtige Reiseinformationen, Adressen und Telefonnummern runden den dennoch positiven Gesamteindruck ab; übersichtliches Kartenmaterial erleichtert die Planung von Routen. Als leicht störend empfand ich die umfangreiche Werbung im Heft. Alles in allem stellt dieses Reisemagazin jedoch eine preiswerte Informationsquelle dar, die mit jeder Menge Tips und wertvollen Hintergrundinformationen aufwartet. Nicht zuletzt die hervorragenden Fotos machen einfach Lust auf Urlaub! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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